Abfall

Initiative 2000plus
Informationsschriften
Batterien

Papier statt
Gibbons & Tiger

In Sumatra wird der Regenwald für immer neue Holzplantagen zerstört. Einer der größten Abholzer ist die Papier- und Zellstofffirma APRIL. Sie hat bereits 300000 Hektar Regenwald vernichtet und dabei viele Menschen von ihrem angestammten Land vertrieben. Nun plant APRIL weitere 200 000 Hektar abzuholzen, um noch mehr Plantagen für Akazienholz für die größte Zellstofffabrik der Welt anzulegen. In dem von APRIL bedrohten Wald leben unzählige seltene Arten wie Nashornvögel und Gibbons und auch der höchst bedrohte Sumatra Tiger.
Das Papier von APRIL wird in Deutschland von der Firma Papier Union unter dem Namen "Paper One" verkauft. Die Papier Union weigert sich hartnäckig, diesen Handel mit Papier aus Raubbau zu stoppen. Argument der Papier Union: "Paper One" stamme aus Plantagen. Dass immer neuer Regenwald für zusätzliche Plantagen abgeholzt wird, ignorieren die Kaufleute der Papier Union. Aber nicht die Verbraucher!

Unterstützen Sie die Aktion "Rettet den Regenwald" und benutzen Sie in der Schule Recyclingpapier!

Von A wie Abfall bis K wie Kreislaufwirtschaft

Die "Beratungsstelle für Umweltbildung beim Ökowerk" kooperiert zu diesem Thema mit verschiedenen Organisationen, insbesondere der Berliner Stadtreinigung und der Stiftung Naturschutz Berlin. Die gesetzlich vorgeschriebene Kreislaufwirtschaft als Unterrichtsgegenstand und eine abfallarme Schule sind dabei gleichberechtigte und sich ergänzende Ziele.

Grundsätzliches

Die abfallarme Schule ist seit langem Programm und ist wesentlicher Bestandteil einer » Schule als ökologischer Lernort. Neben dem Recyclingpapier sind die Bewirtschaftung der Cafeteria und die Organisation der » Schulmilch die häufigsten Konfliktherde. In der Berliner "Konzeption für schulische Umwelterziehung" werden Hinweise für die schulische Praxis und den Unterricht gegeben. Im Anhang sind die für die Abfallvermeidung sehr wichtigen und verbindlichen "Ausführungsvorschriften für umweltfreundliche Beschaffungen und Auftragsvergaben nach der Verdingungsordnung für Leistungen - ausgenommen Bauleistungen - (AVUmVOL)" abgedruckt.

ACHTUNG: SIE LEBEN IN EINER TRENNTSTADT!

denn Trenntstadt Berlin ist der Name eines neuen Förderfonds in Berlin, den die Stiftung Naturschutz Berlin zusammen mit der BSR aufgelegt hat und der Schulen vielfältige Aktivitäten ermöglicht und natürlich finanziert. Lesen Sie dazu am besten die Ausschreibung  » » »

Abfall und Ästhetik

Aus Müll mach neu - ressourcenneutrale Materialien zum Lernen und Lehren!

KUNST-STOFFE

Die Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien sammelt Rest- & Gebraucht-Materialien und macht sie für die Nachnutzung verfügbar. Die Bestände

  • bieten Überraschung & Inspiration
  • haben Aufforderungscharakter
  • sind vielfältig nutzbar
  • regen den bewussten Umgang mit Ressourcen an
  • sind bedeutungsoffen 
  • tragen  zur  Abfallvermeidung  bei 
  • sind  kostengünstig

Materialien zum Gestalten -  zum Lernen -  zum Bauen  -  zum Erfinden  -  zum Ausprobieren, für Projekte - für den Toberaum - für den Kunst-Unterricht - für Feste - für die Schulgestaltung.
Preise variieren, einen 5-Liter Beutel gemischte Deko-Materialien gibt es ab 5 Euro., weitere Preise » »
Öffnungszeiten:            
April - Oktober: Mittwoch 14 - 20 Uhr, Freitag 11 - 18 Uhr
November - März: Mittwoch und Freitag 11 - 18 Uhr
Berliner Str. 17 in 13189 Berlin, Tel.: 34 08 98 40
www.kunst-stoffe-berlin.de           info(at)kunst-stoffe-berlin.de

Initiative 2000plus

Die Vernichtung der Wälder geht in vielen Regionen der Welt ungebremst weiter. Rund ein Fünftel der Bäume fällt dabei der Papierindustrie zum Opfer.
Besondere Brennpunkte dieses Raubbaus sind neben den tropischen Wäldern Brasiliens und Indonesiens auch die Urwaldgebiete der nördlichen Halbkugel, insbesondere in Kanada, Finnland und Russland; und in manchen dieser Gebiete werden nicht nur die Bäume geschlagen, sondern zugleich wird die heimische Bevölkerung vertrieben und ihres Grund und Bodens beraubt.
Deutschland ist der viertgrößte Papierverbraucher und wir tragen eine erhebliche Verantwortung an der Zerstörung ganzer Ökosysteme auf unser Erde.
Während im Zeitungsdruck sowie bei den Hygienepapieren der Recyclinganteil bereits erfreulich hoch ist, gibt es bei den Schreib- und Büropapieren noch großen Nachholbedarf.
Aus Nordrhein-Westfalen stammt die Idee der sogenannten Gemeinschaftsaktion. Darin bekennen sich Schulklassen durch Abgabe einer Selbstverpflichtungserklärung zur künftigen Verwendung von Recyclingpapier. Die Selbstverpflichtungserklärungen dokumentieren gegenüber dem Handel, dass es entgegen verbreiteter Einschätzungen sehr wohl eine Nachfrage und somit auch einen Markt für Schulhefte aus Recyclingpapier gibt.Mit vereinten Kräften konnte hier bereits eine Trendwende geschafft werden: Der Absatz von Schulheften aus Recyclingpapier stieg beim Marktführer um bis zu 40 Prozent! Siehe Initiative 2000plus.
Später wurde auch in Berlin die Gemeinschaftsaktion mit der Bundesministerin Renate Künast als Schirmherrin gestartet, Schulklassen, die bei der Gemeinschaftsaktion mitmachen, erhalten von ihr eine Urkunde. Viele Umweltorganisationen, die Stiftung Naturschutz und die Berliner Stadtreinigungsbetriebe sind mit von der Partie. Siehe Initiative 2000plus Berlin.

Informationsschriften

Bisher sind drei Schriften erschienen:
1. Erdelbrock, K.: Abfälle in der Kita. Erfolgreich vermeiden, Getrennt sammeln, Gemeinsam handeln (BSR)
2. Erdelbrock, K.: Abfälle in der Schule. Erfolgreich vermeiden, Getrennt sammeln, Gemeinsam handeln (BSR)
3. Landsberg-Becher, J.-W. & Prankel, K.: Schulzeit - Ratgeber für einen umweltfreundlichen Schulanfang (früherer Titel: Umweltfreundliche Schulmaterialien) herausgegeben von der Stiftung Naturschutz Berlin in Kooperation mit der BSR und der Beratungsstelle für Umweltbildung des LISUM bei dem Naturschutzzentrum Ökowerk.
Nicht nur Schulranzen, Hefte und Füller sind Themen des Heftes, sondern auch Fragen des Pausenfrühstücks, der Schulmilch und des Schulweges, der Zahngesundheitspflege, Bewegung und Gesundheit.

  • Dies Heft wird jährlich aktualisiert; die Eltern erhalten es kostenfrei in den Schulen, wenn sie zu Anfang des Jahres ihre Kinder zur Einschulung anmelden. Damit soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, von Anfang an preisgünstige und umweltverträgliche Schulmaterialien einzukaufen.
  • Noch besser ist es, wenn die Schulen bereits bei der Anmeldung Listen an die Eltern verteilen, auf denen diese Artikel aufgefürt werden. Diesbezügliche Vordrucke für einen Elternbrief und für eine Sammelbestellung können online heruntergeladen werden, sie sind komprimierte Textdateien, die mit einem üblichen Textverarbeitungsprogramm überarbeiten und auf Ihre Bedürfnisse anpassen können.
  • Wir empfehlen Ihnen, diese Liste vorab bei einem schulnahen Laden zu hinterlegen und ihn zu bitten, diese Artikel vorzuhalten.
    Sollte dies nicht möglich oder ohne Erfolg sein, empfiehlt sich der Sammeleinkauf, ggf. bei einem Versandhandel.
  • Interessierte erhalten das Heft bei der Stiftung Naturschutz Berlin, Potsdamer Str. 68, 10785 Berlin (2,50 € in Briefmarken oder per Verrechnungsscheck, Berliner Lehrkräften wird es portofrei per Fachpost für 1,50 € zugestellt).

Batterien

Die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS Batterien) organisiert bundesweit die Rücknahme verbrauchter Batterien und Akkus, stellt die dafür erforderlichen Sammel- und Transportbehälter u. a. auch für Schulen bereit und sorgt für deren Abholung. Die Arbeit finanziert sich gemäß dem Batteriegesetz aus den Beiträgen der aktuell über 400 Batteriehersteller und -importeure, die die Entsorgungsleistungen des GRS Batterien nutzen.
Einer von ihnen, VARTA, bietet ein Lexikon an, in dem eine technische und physikalische Fragen zu Batterien beantwortet werden.
GRS stellt verschiedene Informationsmaterialien zum Download bereit: