Zu dieser Seite

"Wir haben nur eine Erde" ist ein gern zitierter Satz, wenn es um globalen Umweltschutz geht. Aber nur eine Erde hat nur eine Erdbevölkerung. Die Entwicklung der Lebenszusammenhänge der Menschen und deren oft notwendig gewordene Migration haben enorme Auswirkungen auf die Umwelten dieser Menschen. Und so kann man Umwelt und Entwicklung incl. der Behandlung der Migration nicht voneinander trennen.

Für eine derartige Sichtweise wird oft "Globales Lernen" gesagt, keine glückliche Formulierung, denn das Lernen ist ein zunächst individueller Prozess, den ich mehr oder weniger umfassend verfolge. Das Lernen Globaler Zusammenhänge ist dagegen eine Zielstellung in Abgrenzung gegenüber einem sektoralen Denken. Da der Begriff jedoch weit verbreitet ist, wird er auch hier verwandt.

Für Anregungen und Verweise sind wir äußerst dankbar !

Inhaltliche Aspekt der Entwicklungs- und Schwellenländer sind insbesondere wichtig, weniger Fragen des interdisziplinären oder multimedialen Lernens. Dabei sind

  • Umweltbezug und
  • konkreter Unterrichtsbezug

unabdingbar notwendig. Leider ist es notwendig geworden, dass wir uns verstärkt mit der Migration zu beschäftigen haben.

Migration

  1. Menschen auf der Flucht        Handreichung für Lehrkräfte
  2. Flucht und Migration              Materialien
  3. Gespräche über Geflüchete    Unterrichtsvorschläge

Interaktiver Hungeratlas

Von den Schulbuchverlagen bis zu staatlichen Einrichtungen wie dem Naturkundemuseum wird der Beitrag der grünen Gentechnologie zur Beseitigung des Hungers propagiert. (Der Webmaster sieht auch wenige Probleme, sofern es keine Patente auf Leben gibt und die Technologien nicht mit dem Ausbringen von Pestiziden und Mineraldüngern gekoppelt werden). Wie aber der Hunger zu bekämpfen ist, ist eine völlig andere Frage:

  • Mit 3000 kcal/Tag und Kopf reicht allein die Getreideproduktion aus weltweit alle Menschen zu ernähren, so denn das Getreide bei den Menschen und nicht in den Mastanlagen ankäme. Und gleiches gilt für den Boden und tradierte Landwirtschaft zerstörenden Mais.

Aber wo kommt dann der Hunger her?

  • Dazu gibt der Interaktive Globus eine Fülle von Informationen, die übrigens auch die Migration erklären, wobei nur ganz wenige nach Europa gehen, es sind innerafrikanische Magrationsströme, z.B. sind in Sambia 48% der Menschen unterernährt und andererseits kosten die Lebensmittel dort mehr als 10 mal so viel wie in den USA. Die mit den Weltmarktpreisen betriebene Politik ist ebenso tödlich wie der Handerl mit Waffen. Der UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler spricht vom "Imperium der Schande".

Datenblatt Entwicklungspolitik

Das Welthaus Bielefeld hat sein bekanntes "Datenblatt Entwicklungspolitik" erneut aktualisiert. Es enthält statistische Zahlen zu globalen Entwicklungen (Weltbevölkerung, Armut, Lebenserwartung, Kindersterblichkeit, Hunger, HIV/AIDS, Bildung, Wasser, Wirtschaftskraft, weltweite Ungleichheit, Welthandel, Exportstruktur, Entwicklungshilfe, Kohlendioxidemissionen).

130 Unterrichtsmodule, mit einer kurzen Erläuterung des Themenfeldes, mit Vorschlägen für den Unterricht, mit Arbeitsblättern und mit Links zu guten Sachinformationen und zu anderen didaktischen Materialien und Medien sind auf dem Bildungsserver aus NRW zum Download veröffentlicht.

fair-trade schools

TransFair zeichnet "Fairtrade-Schools" aus, die fünf Kriterien erfüllen müssen. Das Verständnis weltweiter Zusammenhänge soll vermittelt werden:

  • Wie ist unser Leben mit der Lebens- und Arbeitssituation anderer Menschen auf der Welt verknüpft? Warum ist Handel oft unfair und wie wirkt sich das auf das Leben anderer Menschen aus?
  • Inwieweit können die Entscheidungen, die wir als Konsumenten treffen (was wir essen, anziehen und womit wir spielen), einen großen Unterschied machen?

umwelt & entwicklung

Oft gefordert und beschworen, doch alle Praktiker/innen wissen, wie schwierig derartige fächerübergreifende Themen sind. Das Hamburger Landesinstitut hat drei Projekte verlegt, Informationen, Arbeitsmateriialien, DVD etc., die sich der globalen Entwicklung widmen:

  1. Haben wir eine globale Schutzverantwortung?
  2. Hunger durch Wohlstand? und dann natürlich
  3. Wem nützt der Welthandel?

Portal Globales Lernen

In einer neuen umfassenden Rubrik stellt das Portal Globales Lernen zahlreiche "Multimedia-Angebote für Globales Lernen" aus dem deutschsprachigen Raum und darüber hinaus vor. Darin enthalten sind spannende Filme und CD-ROMs - jeweils mit Begleitmaterial - für den Unterricht, Online-Spiele zu globalen Themen sowie zahlreiche Informations- und Lernportale.

Ein Newsletter kann abonniert werden.

Widersprüchliches zur Welternährung

Nicht nur unser Konsum, sondern auch die Art unserer Lebensmittelproduktion haben enorme Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion und Lebensmittelversorgung der Bevölkerung in den Entwicklungsländern. Das Welthaus Bielefeld hat dazu Materialien veröffentlicht, die für die Sekundarstufe II konzipiert sind und die für die Unterrichtsvorbereitung in der Sekundarstufe I gut genutzt werden können.

Es sollen Überzeugungen kritisch zu überdacht werden, wie dass die Weltgetreideernte nur gerechter verteilt werden müsste, um alle satt zu machen, dass Landgrabbing oder die Bioenergien entscheidend für den Hunger verantwortlich gemacht werden können, dass niedrige Nahrungsmittelpreise die Lösung für das Hungerproblem sein werden. Dazu gibt es kontroverse Quellen und Schaubilder.
Das Material kann zum Preis von 5 € online bestellt werden.

Globales Lernen mit Praktikern

Zusammen mit Engagement Global, dem EPIZ und der SenBJW wurde eine Handreichung erstellt, die in einer Synopse unmittelbar auf die Rahmenpläne der Naturwissenschaften und der Sprachen (leider nicht Geschichte) Bezug nimmt. Zu diesen Themen werden Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten.
Das Schulprogramm Berlin vermittelt zurückgekehrte Fach- und Nachwuchskräfte aus der Entwicklungszusammenarbeit und Menschen aus afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern, die als Referentinnen ihre konkreten Erfahrungen und ihr Wissen weitertragen. Die Veranstaltungen orientieren sich an den Lebenswelten der Teilnehmenden und zeigen auf, wie diese auf vielen verschiedenen Ebenen mit anderen Regionen der Welt in Verbindung stehen. Dies Programm

Bildung trifft Entwicklung

wird von einer ganzen Reihe einschlägig bekannter Organisationen, staatlichen wie auch NGOs, im Pangea-Haus durchgeführt. Die Referentinnen kommen aber auch in Ihre Schule oder andere Einrichtungen. Zu einer Fülle von Themen werden in Absprache mit den Besuchern Programme bereit gestellt und unentgeltliche  Referenten/innen vermittelt. Zu den Themen gehören u.a.: Der Weg meiner Jeans - Baumwolle, Fairer Handel/Weltwirtschaft, Vom Kakao zur Schokolade, Wo kommt der Kaffee her?, Gesundheit, HIV/Aids, Klima / Energie / Wasser, Menschenrechte / Demokratieförderung, Regenwald / Ökosysteme, Städtische Entwicklung, (Öko-)Tourismus und Umwelt / Ressourcenschutz / Biodiversität.

Kontakt im Pangea-Haus, Trautenaustraße 5, 10717 Berlin, eMail und Telefon 25 46 45-78 /-79.